Kunst-Plakataktionen in Mannheim.
   
  Der gebürtige Mannheimer Künstler Ralph Ueltzhoeffer, bekannt durch
Installationen und Kunst-Projekte im öffentlichen Raum portraitiert bekannte Mannheimer Persöhnlichkeiten u. a. Xavier Naidoo anhand von überdimensionalen sogenannten Textportraits auf Plakatwänden in der Innenstadt und in den Vororten Mannheims.

Die Portraitkunst von Ralph Ueltzhoeffer erschließt eine bis dato gänzlich unbekannte Weise des Portraitierens von Personen. Der Biografietext und das Portraitfoto gehen ein Symbiose ein und verschmelzen zu einem untrennbaren Ganzen.

Wie lange die Arbeiten noch zu sehen sind und wo genau bleibt dem unbedarften Betrachter vorenthalten. Wer weniger Lust hat die ganze Stadt abzufahren kann die Arbeiten im Internet finden unter www.ueltzhoeffer.de und www.kunstaspekte.de (Biografie) ueltzhoeffer-kunstaspekte
Kunst und Kultur / Ausstellungen
   
   
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Was vielfach ins Hintertreffen gerät, sind kritische Analyse des Jetzt und ein Impetus auf die Freiräume und Utopien der Zukunft. Das Moment des Fragments erweist sich als besonders tragfähig. Es taucht hier auf im Sinne der Frühromantiker und hat wenig gemein mit dem postmodern spielerischen Umgang mit dem Zitat, es versucht statt dessen, ein Ganzes zu imaginieren anhand von bruchstückhaften, symbolhaltigen Details. In diesem Zusammenhang ließen sich die vielfältigen Textfragmente des Katalogs sinnvoll mit Passagen von Novalis ergänzen, etwa mit der Bemerkung: "Nur das Unvollständige kann begriffen werden, kann uns weiterführen. Das Vollständige wird nur genossen."1 Das Katalogbuch untermalt das Thema anhand wortgewaltiger Textauszüge großer Philosophen und Dichter wie Adorno und Poe,
Benjamin und Nietzsche, Plato und Handke; sie führen den Ausstellungsgedanken sinnstiftend fort. Aber das Buch leistet eher Verständnis- denn Sehhilfe, es überfordert möglicherweise sogar den kundigen Ausstellungsbesucher weitgehend; den Touristen der Europastadt Antwerpen 1993 läßt es total im Stich, weil es keinerlei Informationen über die Künstler liefert, diese statt dessen endgültig dem Thema des Veranstalters unterordnet. Bekanntlich verlockt es viele Künstler ganz unterschiedlicher Zielrichtung, mit Anklängen an architektonische Formen, an ein bau- und kunsthistorisches Repertoire neue Inhalte zu stiften. Dabei reizt sie das Spiel mit dem Maßstab, mit formalen und inhaltlichen Anklängen im Doppelsinn von Architektur und Möbel, Außen-und Innenraum. Jan Vercruysse wird dem Thema mit seinen Vorstellungen besonders gerecht. Der Belgier speist sein metaphorisches Material von jeher aus Spiegeln, "Tombeaux" genannten architekturalen Möbelskulpturen und Fotoarrangements, um damit Momente von Leere, Verschwinden, Abwesenheit und Erinnerung aufscheinen zu lassen.